Ortsteile

Bojendorf liegt etwa 30 km östlich von Bamberg in einem kleinen Talkessel auf dem „Fränkischen Jura“, ca. 500 m über dem Meeresspiegel.

Die Gemeinde grenzt an den Landkreis Lichtenfels. Aus alten Urkunden ist zu ersehen, dass Bojendorf im Jahre 1126 „Potechendorf“ (Dorf des Potecho) später Poichendorf und schließlich Potichendorf benannt wurde. Die Siedlung entstand mit großer Wahrscheinlichkeit zwischen 800 und 900.

Nachweislich wurde die Ansiedlung von 1118 bis 1244 von den Reichsfürsten von Arnstein regiert. Ab dem Jahre 1244 bis 1248 regierten die Herzöge von Meran. Im Jahre 1306 wurde Arnstein mit Poichendorf an den Bischof von Bamberg verkauft. Bojendorf wurde zum Bezirksamt Bamberg I beordert. Bis zur Gebietsreform im Mai 1978 bildete Bojendorf mit Mährenhüll eine eigene Gemeinde. Nach der Gebietsreform wurde Bojendorf der Gemeinde Wattendorf mit Verwaltung in Steinfeld angeschlossen. Das Juradorf zählt heute ca. 140 Einwohner.

Gräfenhäusling ist der zweitgrößte Gemeindeteil von Wattendorf. Im Ort befindet sich die katholische Kirche St. Christophorus.

Mährenhüll wurde im Zuge der Gebietsreform im März 1978 nach Wattendorf eingemeindet. Zuvor war es ein Ortsteil der früheren Gemeinde Bojendorf.

Schneeberg wurde erstmals 1382 urkundlich erwähnt.

Wattendorf ist ein altes Siedlungsgebiet, das schon in der Zeit um 3.000 bis 1.800 v. Chr. von Bandkeramikern besiedelt wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1180 zurück, damals war der Ort im Besitz der Grafen von Andechs. Von 1260 bis 1274 war Wattendorf im Besitz des Grafen von Truhendingen. Dieser schenkte das Gut Wattendorf im jahr 1274 dem Zisterzienserkloster Langheim, dem es bis zur Säkularisation im Jahre 1803 gehörte. Die Stellung des Klosters gegenüber dem Hochstift Bamberg wurde mit der Zeit immer schwächer, so dass man am Ende des Alten Reiches fast von einem Mediat des Hochstiftes sprechen kann. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.